Stoinabacher Bobbele e.V.
Bobbele Bobbele – Stoinabach!
Bobbele (Gründungsfigur 1992)
In den Jahren zwischen 1936 und 1944 lebten im beschlagnahmten Kloster in Steinenbach viele Umsiedler. Die Frauen der Umsiedler wollten sich in diesen schlechten Zeiten etwas dazu verdienen und bastelten verschiedene „Bobbele“, kunstvoll gestaltete Wollknäuel. Die Frauen verkauften die „Bobbele“ an den Haustüren oder auf Märkten. Bald hatten nicht nur die Umsiedlerfrauen sondern alle „Stoinabacher“ den Spitznamen „Bobbele“ weg.
Das Stoinabacher Bobbele trägt ein weißes Häs mit Sonne, Mond und Blumen drauf. Es ist mit bunten Bobbele geschmückt und trägt einen braunen Korb. Die Maske zeigt ein liebreizendes, altes Weible. Während der Umzüge werden neben Bonbons auch selbstgemachte Bobbele aus den Körben verteilt.
Schorrabutz (1992)
Im nahen Schorrenwald bei Steinenbach, dem Buschhorn, geschahen Anfang des 18. Jahrhunderts merkwürdige Dinge. Einige Landarbeiter, die durch dieses Gebiet gehen mußten, kamen auf merkwürdige Weise ums Leben oder verschwanden einfach spurlos. Jedenfalls ging danach das Gerücht um, dass einem in diesem Wald häufig der Geist der Toten, der „Schorrabutz“, erscheine. Der würde den Wald so verzaubern, daß die Bäume zu wandeln scheinen. Die Wanderer seien danach so verwirrt, daß sie ihre Orientierungverlieren würden und sich verirrten. Selbst Ortskundige hätten kaum noch aus dem Wald herausgefunden. Dieser Waldgeist trieb allerlei Schabernack mit den Bowohnern und war allüberall gefürchtet.
Einen grünen Filzhut mit Fuchsschwanz und bunten Haaren trägt der Poltergeist des dämonischen Schorrabutz auf dem Kopf. Sein Häs besteht aus einem schwarzem Fell und einem Glockengürtel, einer hellgrünen Flammenjacke, grauen Kniebundhosen und roten Strümpfen. Er trägt dunkle, derbe Schuhe und führt einen Stock mit Astgabel mit sich.
Hexe zu Habsberg (seit 1993)
Der Habsberg liegt zwischen Aulendorf und Steinenbach. Dort lebte um 1620 im nahe gelegenen Wald ein einfaches Kräuterweible. Ihre Heilkräfte für Mensch und Tier waren weit und breit bekannt. Allerdings galten diese heilsamen Kräfte in der damaligen Zeit sehr schnell als Hexenkünste. Als dann in der darauffolgenden Zeit in kurzer Abfolge gleich 4 Höfe abbrannten, hatte man schnell eine Schuldige: Das Kräuterhexlein von Habsberg. Sie wurde sofort als Feuerhexe verdächtigt, festgesetzt und es kam zur Verhandlung. Doch das Kräuterweible hatte Glück. Weil sie viele Menschen und Tiere durch ihre Kräuter von schlimmen Krankheiten geheilt hatte, blieb sie von der Hexenverfolgung verschont – und seltsamerweise brannte danach auch kein Hof mehr.
Die Hexe zu Habsberg hat einen Rock, um den die Flammen züngeln. Dazu eine Schürze und ein Kopftuch mit Blumenmuster. Zur verschmitzten Habsberghexe gehören auch die rote, gehäkelte Stola und der Besen.